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Bonn (aktiencheck.de AG) – Die EZB hat auch im April erwartungsgemäß die Leitzinsen unverändert gelassen, berichten die Analysten von Postbank Research.
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Erst allmählich werde die Zentralbank das Liquiditätsangebot auf “normalere” Niveaus herunterfahren. Eine erste Leitzinserhöhung erwarte man erst für das erste Quartal 2011. Neben den zum Teil geänderten Zuteilungsverfahren bei den Refinanzierungsgeschäften, die die EZB bereits im Anschluss an die März-Sitzung bekannt gegeben habe, habe Trichet nach der April-Sitzung die nächsten Schritte skizziert. Hierbei stünden die Bedingungen an die Sicherheiten, die für Refinanzierungsgeschäfte akzeptiert würden, im Mittelpunkt.
Für Sicherheiten mit Ratings von BBB+ bis BBB- würden demnach ab dem 1. Januar 2011 differenziert nach Bonität, Liquidität und Laufzeit zusätzliche Sicherheitsabschläge verlangt. Details hierzu würden im Juli vorgelegt. Diese zusätzlichen Differenzierungen würden sich jedoch nicht auf Staatsanleihen beziehen. Hier bleibe es bei den bisherigen Regelungen. Aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse um die griechische Schuldenproblematik und das daraufhin geschnürte Rettungspaket für Griechenland habe die EZB allerdings am 3. Mai ergänzt, dass sie griechische Staatsanleihen unabhängig vom Rating als Sicherheit akzeptieren werde.
Auch die US-Notenbank habe auf der jüngsten Sitzung die Leitzinsen unverändert gelassen. Zudem habe sie an ihrer Formulierung festgehalten, dass der Leitzins wohl noch für eine ausgedehnte Periode auf außergewöhnlich niedrigem Niveau bleiben werde. Erneut habe es hierfür eine Gegenstimme gegeben. Man rechne weiterhin erst für Ende des Jahres mit einer ersten US-Zinserhöhung. (Zinsprognose Mai 2010) (05.05.2010/ac/a/m)
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