Feb
16

Brüssel/Saarbrücken (pte) - Obwohl der technologische Fortschritt im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie rasant voranschreitet, hat es die Industrie bislang verabsäumt, barrierefreie Zugänge zu standardisieren und umzusetzen.

Durch das von der EU geförderte i2home-Projekt http://www.i2home.org, das kürzlich offiziell zum Abschluss gebracht worden ist, soll sich das aber bald grundlegend ändern. Mithilfe sogenannter “adaptiver Benutzerschnittstellen” und neuer Industriestandards wird dabei eine Art intelligente Wohnung der Zukunft entwickelt, die auch für ältere und behinderte Menschen problemlos nutzbar ist.

“Ziel des i2home-Projekts ist es, eine barrierefreie Mensch-Maschine-Interaktion zu ermöglichen, die sowohl behinderten als auch nicht-behinderten Menschen zugänglich ist”, erklärt Projektkoordinator Jan Alexandersson vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) http://www.dfki.de , im Gespräch mit pressetext. Besonders Menschen mit kognitiven Behinderungen würden heute immer noch sowohl in ihrer häuslichen Umgebung als auch im öffentlichen Bereich von modernen Technologien ausgeschlossen. “Die Betroffenen können zunehmend weniger am gesellschaftlichen Leben teilnehmen”, kritisiert Alexandersson.

Universal Remote Control verwaltet Standardgeräte
Um das Ziel eines barrierefreien Technologiezugangs zu ermöglichen, setzt i2home auf vernetzte Anwendungen, die mithilfe der Universal Remote Console (URC) mit einer Schnittstelle verbunden werden. Hierfür kommt eine Architektur zum Einsatz, deren zentrale Komponente ein sogenannter “Universal Control Hub” bildet. Diese zentrale Steuereinheit ermöglicht und verwaltet die Kommunikation mit den an das Netzwerk angeschlossenen Standard-Haushalts- und Unterhaltungsgeräten.

“Der Ansatz von i2home geht einher mit der Vision der Umgebungsintelligenz und ist als technologische Basis für viele verschiedene Anwendungen zu verstehen, die aufbauend auf dem URC-Konzept entwickelt werden können”, erläutert Alexandersson. Dass das Projekt nun offiziell beendet worden sei, bedeute keinesfalls das Ende der Forschungsarbeit. “Unsere Arbeit ist erst zu Ende, wenn es genügend barrierefreie Konzepte auf dem Markt gibt”, betont der DFKI-Experte.

Demo-Installationen in Saarbrücken und Bremen
Wer sich schon jetzt selbst ein Bild von den Vorzügen des innovativen Zukunftsansatzes machen will, hat dazu beispielsweise in Saarbrücken die Gelegenheit. Dort hat das DFKI, das in Deutschland als offizieller Partner der i2home-Initiative fungiert, bereits zu Demonstrationszwecken eine intelligente Küche installiert. “Auch in Bremen unterhalten wir derzeit eine Zwei-Zimmer-Wohnung, die mit einem autonom arbeitenden Rollstuhl ausgestattet ist und Interessierten eine Vorstellung davon geben soll, wohin wir mit unserer Entwicklung gehen wollen”, so Alexandersson abschließend. (Ende)

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“Manager: der Mann, der genau weiß, was er nicht kann, und der sich dafür die richtigen Leute sucht.”